Alternative zum Haltepunktstreit des Geiseltalsee-Express an der Marina Mücheln

 

Die Medaille hat immer zwei Seiten, Fakt war und ist, dass der alte Bebauungsplan keine Gewerbliche Nutzung zugelassen hat. Eine genauere Planung hätte insgesamt die ganze Problematik gar nicht hochkommen lassen. Es darf auch nicht vergessen werden, dass der Hauptanteilseigner der Marina Mücheln die Stadt Mücheln selbst ist.

 

Direkt im unteren Hafenbereich, der für gewerbliche Nutzung schon immer vorgesehen war und weiter bleibt, sind zusätzliche weitere Gastronomieeinrichtungen vorgesehen. Dies bisher aber nicht in der reinen Wohnsiedlung auf dem Plateau darüber. Jetzt wird geplant den Bebauungsplan dementsprechend zu ändern. Man sollte aber auch erwähnen, dass das Konzept der Geiseltalbahn rund um den See so aufgebaut ist, nur dort zu halten wo man auch selbst durch Gastronomie mitverdienen kann.

 

Zudem frage ich mich schon von Anfang an, warum der Haltepunkt dieser Geisetalseebahn nicht direkt unten an der Marina angesiedelt wird und die Gäste, die mit dieser fahren, nicht erst die große Treppe zum Hafen runter- und wieder hochlaufen müssen. In der Tourismusinformation am Hafen könnten die Tickets für die Geiseltalseebahn gleich mitverkauft werden – für einen reinen Ticketverkauf benötigt man doch kein neues Gebäude? Könnte es für die GET nicht sogar interessanter sein sich an einem neuen Standort am See mit einer Gastronomischen Einrichtung niederzulassen? Der leerstehende frühere Aldi-Markt in Krumpa böte da ideale Möglichkeiten. Hierdurch würde die Konzentrierung auf den Müchelner Hafen aufgebrochen und der Tourismuswert auch durch einen weiteren Haltepunkt erhöht.

 

Insgesamt könnte es günstig für die GET sein, ihr jetziges Geiseltalseebahnkonzept überhaupt zu überdenken und als Serviceanbieter neu auszurichten. Serviceanbieter hieße, nicht nur Rundfahrten anzubieten sondern auch Gäste von den verschiedenen Haltestellen aus aufzunehmen, zudem wieder den Fahrradanhänger hinten anzuhängen, damit man so auch von den Haltestellen aus Radfahrer die ihre Tour bequemer fortsetzen wollen mitnehmen zu können. Interessant dürfte es auch sein zu bestimmten festen Zeiten auch die Bahnhöfe Frankleben, Braunsbedra und Mücheln anfährt um dort direkt Gäste aufzunehmen.

 

In Bezug auf den Lärm beim Müchelner Hafen darf nicht vergessen werden, dass die Marina Mücheln direkt im Hafenbereich über den Sommer alle 14 Tage Feste mit einem enormen Lärmpotenzial veranstaltet mal sehen ob diese Problematik auch im Bebauungsplan seinen Platz gefunden hat. Es wird leider am See nicht zusammen gedacht und gearbeitet – zu viele sehen nur ihren eigenen Vorteil! Ein eigens ausgewiesener Veranstaltungsbereich der Lärmgünstig ausgesucht wird wäre eigentlich der richtige Weg!