Das leidige Thema: Desinformation zur Umsetzung des Tourismus in der Region

Grundsätzlich haben wir bei uns in der Region die Situation der Nicht- Desinformation, was besonders auf die Umsetzung des Tourismus zutrifft. Zu keinem einzigen Tourismusprojekt, weder den Häfen, Geiseltalcamp, den Tourismussondergebieten in Frankleben, Pfännerhall, Halde-Pfännerhall, Nordstrand, den insgesamt 5 Badestränden usw. gibt es  wirklich allgemein zugängliche Informationen. Allein unsere Redaktion versucht immer wieder Licht ins Dunkle zu bringen. Jetzt schein wieder einmal Unmut über die mangenden Informationen in der Bevölkerung aufzukommen.

Die Redaktion sammelt alle Informationen und stellt sie auch zur Verfügung. Daher ist es nicht verwunderlich, dass vom Landkreis beauftragte Beratungs-Agenturen sich bei uns informieren, da diesen unsere Informationen von Seiten der Behörden und Städte meist nicht vorliegen. Meist sind Informationen noch nicht einmal dem Landkreis bekannt.

Vieles ist auch nicht nachvollziehbar, was Akteure bei offiziellen Veranstaltungen so von sich geben. So verwies der Braunsbedraer Bürgermeister in Bezug auf die Seebrücke, bei der ersten Baustellenführung darauf, dass „eine“ Säule (Standbein) der Seebrücke aufwendig nachgearbeitet werden musste, es aber keine Bauverzögerung gegeben habe und keine Mehrkosten entstanden seien. Unsere Redakteurin vor Ort verwies dann darauf, dass doch 27 der 31 Säulen nachgearbeitet werden mussten und die Bauzeit dreimal so lange angedauert hat wie zuerst angekündigt. Dies musste dann der Bürgermeister bestätigen, betonte aber nochmals, dass keine Mehrkosten entstanden wären, es wäre alles innerhalb der Kalkulation geblieben. Eine offizielle Information mit Zahlenmaterial wurde bis heute nicht nachgereicht. Man kann aber davon ausgehen, dass dies zur Bürgermeisterwahl doch noch nachgereicht werden muss, der Druck der Öffentlichkeit dies einfordert. Da fragt man sich, warum die Stadt nicht schon längst eine umfassende Information zur Seebrücke abgegeben hat?

Unsre Redaktion hat mehrfach der Stadt Braunsbedra die kostenfreie Unterstützung bei der Umsetzung einer Informationsplattform zu den touristischen Baumaßnahmen angeboten, bis heute keine Antwort. Zum Tag der offenen Seebrücke wurde von der Stadtverwaltung Braunsbedra ein Informationsstand mit ausführlichen Infos zum Hafenprojekt Neumark in verschiedenen Medien angekündigt. Heraus kam ein Baustellenzaunteil mit zwei Dina2 Zeichnungen – dies bezeichnet man bei der Stadt Braunsbedra dann als umfassende Information – eher doch ein Trauerspiel!

Aber nicht, dass man nun annimmt, in Mücheln sei es wesentlich anders, nein! Es gibt zwar eine Domain marina-muecheln.de, diese verweist/verlinkt aber auf geiseltalsee.de. Also auch in Mücheln keine umfassende Information zum Marina-Projekt, wo man ja auch dort noch etliche Grundstücke an den Mann bzw. die Firma oder Konzern bringen möchte. Unsere Gesamtredaktion Redaktion von geiseltalinfo.de hatte 2013 vorgeschlagen doch eine Seen-Page gemeinsam in Kooperation umzusetzen, womit Kapazitäten frei geworden wären um marina-muecheln.de entsprechend als Informations- und Vermarktungspage aufzubauen. Natürlich keine Antwort.

Auch vom dritten Anrainer, der Goethestadt Bad Lauchstädt gibt es keine wirklichen Infos über ihren Badestrand Nord, der ja nach dem neuen Masterplan Bau als Zentraler Badestrand die Massen der Touristen aufnehmen soll.

Von den in Auftrag gegebenen Studien zur Touristischen Beschilderung und zur Dachmarkenfindung  (wie will man eine Dachmarke finden, wenn es überhaupt noch keine touristischen Marken gibt?) die zum Sommer 2014 hätten vorliegen sollen keine Infos. Wir konnten erfahren, dass zumindest eine Studie zwischenzeitlich gestoppt wurde.

Von dem touristischen Masterplan von 2013 für die Destination Geiseltalsee des Tourismusverbandes Saale-Unstrut ist doch kaum jemandem was bekannt. Auch von der Studie von April 2014 in der festgestellt wurde, dass für unsere Region der Urlaub für Familien mit Kindern vorrangig ausgebaut werden müsste, sonst würde man Einnahmen liegen lassen. Wäre dies bekannt gewesen, hätte Herr Bromberger sicherlich nicht vor kurzem die unsachliche Bemerkung losgelassen, dass unsere Region Familien mit Kindern nicht als Touristen benötige, diese würden ja kein Geld dalassen und doch noch ihre Butterstulle selbst mitbringen.

Die Redaktion ist sicher, dass bei einer umfassenderen Information zur Umsetzung des Tourismus, das Interesse am Tourismus und eigenen Investitionen aus der Region heraus wesentlich höher wäre als momentan – man kann momentan fast von einem Tiefpunkt in Sache Tourismus reden.

Grundsätzlich bleiben die Angebote zu einer Zusammenarbeit von Seiten der geiseltalinfo.de-redaktion besten und sind wirklich ernsthaft gemeint!