Die Geiseltaler „Lügenpresse“ geht nun etwas erholt in das Jahr 2015

Das so ein kleiner Blogg wie das Wasserturmland-Magazin so viel Aufsehen und Aufregung hervorrufen konnte war nicht absehbar, dies äußerten im Laufe des Jahres viele. Da man redaktionell aber immer wieder in Wespennester stach, wurden die Berichte oft auch mehrere hunderte Mal angeklickt, manche sogar tausendfach. Eine weite Verbreitung fanden die Berichte durch die Veröffentlichung auf Bürgerportalen und durch Verlinkungen und teilen auf Facebook.

Eine vollkommen ungewohnte Situation für viele Akteure, besonders aus der politischen und staatlichen Ecke, deren Äußerungen und Handlungen plötzlich wieder genauer unter die Lupe genommen wurden, wobei oft Ungereimtheiten, Nichterkennen von Ungereimtheiten, Fehler bzw. Fehlverhalten zu Tage kam.

Schnell bezeichneten dann die Akteure diese redaktionellen Arbeiten als Falschdarstellungen sogar als Lügen und schon hatten wir die „Lügenpresse“, die ja eben durch Dresden zu einem geflügelten Wort geworden ist. „Lügenpresse“ ist einfach die, die einem selbst mit seinen Inhalten und Aussagen nicht passt. Kritisches Hinterfragen dabei schon fast Hochverrat!

So wurde den Redakteuren vorgeworfen, sie können nicht recherchieren, denn wenn diese auf Ungereimtheiten stießen und stoßen, sind dies nur Lügen. Dann der Vorwurf man interpretiere ja nur, was wiederum ja genau genommen mit eine Aufgabe der Presse ist. Man verdrehe das Geäußerte wurde zum Dauervorwurf, denn man müsse als Redakteur doch wissen wie dies gedacht gewesen sei, obwohl doch das gesprochene oder geschriebene Wort zu zählen hat und nicht das gedachte. Als Redakteur sei man auch faul, denn man sei ja nicht bei Veranstaltung anwesend, obwohl man oft weder über diese informiert, oft sogar ausgeladen wird.

Außerdem habe die Presse genau nur das zu schreiben, was Bürgermeister und Landräte vorgeben. Zudem schädigen die Redakteure mit jeder Kritik das Image der Region, denn nicht falsches oder schändliches Tun ist verwerflich, sondern viel mehr dies öffentlich zu machen!

Die Redaktion ist gespannt darauf, was das Jahr 2015 so bringen wird, denn es stehen die Bürgermeisterwahlen in der Region an und die Verabschiedung eines Masterplans-Bau für den Geiseltalsee, der sehr umstritten ist. Aber auch die geplante touristische Vermarktung des Geiseltalsees durch die IFV birgt noch sehr viel Klärungsbedarf wegen rechtlicher und finanzieller Ungereimtheiten. Der neue Kreisvorsitzende der CDU sieht in einer Strandgebühr für den Geiseltalsee eine zumutbare Belastung für Touristen und Einheimische, man sieht es wird interessant werden. Also warten wir es ab, was das Jahr 2015 so bringen wird.