Die Sicht der Perspektiven und ihre Auswirkungen im „Neuen Masterplan°

Grundsätzlich sieht jeder die Informationen der Wünscher Veranstaltung zum „Neuen Masterplan“ für den Geiseltalsee der Dresdner Firma KEM, die diesen Masterplan im Auftrag des Landkreises erstellt hat und nun vorstellte, aus einer ganz anderen Perspektive. Das stellt sich wiederum auch sehr interessant dar, da ja bei den Teilnehmern die Interessen an einer Tourismusumsetzung ganz verschieden gelagert sind. Dies trat auch gestern bei einem Telefongespräch mit Herrn Weiss bzw. auch aus einer Mail von Herrn Luckner und dem Müchelner Bürgermeister Marggraf ganz deutlich zu Tage.


Für einige ist die jetzt geplante Konzentrierung des Tourismus auf wenige Punkte am Geiseltalsee ein Schritt dahin, dass sich ihre bisher erbrachten Investitionen dort auch rechnen und in barer Münze auszahlen. Sie befürworten daher auch aus einem Eigeninteresse heraus diese Konzentrierung. Viele werden nicht vergessen haben, dass sich auch der Braunsbedraer Bürgermeister bei der Einweihung der Seebrücke entsprechend geäußert hat: „Es müsse jetzt an die Vermarktung der Investitionen gegangen werden“ was eigentlich nichts anderes heißt, als daraus Geld heraus zu holen – da stören einfach andere Projekte.

Andere Akteure, die außerhalb dieser mit enormen Fördermitten unterstützter Hotpoints investiert haben oder planten, stehen nun vor der Problematik, dass für diese keine Finanzmittel für Erschließungsmaßnahmen mehr eingeplant sind, sie praktisch gesehen mit ihren Ideen und Visionen vor dem Aus stehen

Dazu kommt noch die rein touristische Frage, ob eine Konzentrierung der Besucher auf einen See von sechs - und dort nur auf 4 Hotpoints - sich überhaupt effektiv wirtschaftlich gestaltet? Genau hier sehen viele Personen eine Problematik, die wieder nur viel Geld kostet und nur einige der vielen Interessen befriedigt.

Zudem ist davon auszugehen, dass mit der Konzentrierung, die weitestgehend mit großen Baumaßnahmen verbunden ist, die Infrastruktur für diese auf die 4 Punkte am Geiseltalsee ausgerichteten Besucherströme gar nicht vorhanden ist und erst mit großem Finanz- und Zeitaufwand geschaffen werden muss. Dies kann man deutlich aus dem „neuen Masterplan“ herauslesen!

Dabei darf auch nicht vergessen werden, dass mit einer Konzentrierung gute und evtl. erfolgreiche Ideen einfach verloren gehen, was in Folge auch Arbeitsplätze kosten wird. Zudem muss jetzt etwas passieren, wirklich sichtbar werden und nicht erst in Jahrzehnten!