IFV hat den Zuschlag für Fahrgastschiff Liegeplatz an der Marina Mücheln erhalten – mehr nicht!

 

Der Interessen- und Förderverein „Geiseltalsee“ (IFV) mit Sitz in Braunsbedra hat den Zuschlag für die Fahrgastschifffahrt auf dem Geiseltalsee erhalten. Die Marina Mücheln GmbH hatte das Projekt ausgeschrieben, drei Bewerber gab es, der IFV konnte sich durchsetzen. Nun sucht der Verein nach einem passenden Schiff und künftigen Anlegestellen. 2014 soll es Charterfahrten geben. Dies war in der MZ und anderen Medien zu erfahren.

 

Im ersten Moment freut man sich, da kommt was in Bewegung, denkt man darüber aber konkreter nach, kommen ganz viele Fragen zum Vorschein, die offen sind!

 

Denn wenn man genauer nachharkt, wurde nicht die Fahrgastschifffahrt auf dem Geiseltal ausgeschrieben und vergeben, sondern nur ein Liegeplatz für ein Fahrgastschiff an der Marina Mücheln! Durch die Äußerung: „Die IFV hat den Zuschlag für die Fahrgastschifffahrt auf dem Geiseltalsee erhalten.“ wird das schon bestehende Gefühl, dass der Geiseltalsee der Marina Mücheln GmbH und der Stadt Mücheln alleine gehört noch verstärkt, zudem die Stadt Mücheln auch  Mehrheitsanteilseigner der Marina Mücheln GmbH ist.

 

Es verwundert zudem, dass die IFV als e.V., bei dem wiederum die Stadt Mücheln Mitglied ist, den Zuschlag erhält und dies für ein rein gewerbliches Projekt. Da die Betreibung einer Fahrgastschifffahrt mit Bewirtung aber als eine rein gewerbliche Nutzung anzusehen ist.

 

Hätte es der Marina Mücheln nicht besser angestanden mehrere Liegeplätze für Personenschifffahrtschiffe anzubieten, damit eine gesunde Konkurrenz mit unterschiedlichen Angeboten auf dem größten künstlichen Sees Deutschlands entstehen kann?

 

Weiter war in den Medien zu lesen, dass der IFV so schnell wie möglich Kontakt zu allen Seeanrainer-Kommunen aufnehmen, um über die geplante Infrastruktur am Gewässer zu sprechen. Dabei soll es konkret darum gehen, wo es künftig Anlegestellen für ein großes Fahrgastschiff geben soll und wie diese ausgestattet werden müssen. Dies aber alles von der keine Allgemeinverfügung abhängt, die für den größten Teil des Geiseltalsees noch gar nichtvorliegt, in der die Nutzung, auch die Nutzung der Fahrgastschifffahrt genau festgelegt wird.

Die Fahrgastschifffahrt alle drei Anrainer betrifft und eigentlich in einem Gesamtkonzept für die Touristische Entwicklung des Sees eingebunden sein müsste, es solch ein Gesamtkonzept aber 10 Jahre nach Start der Flutung immer noch nicht gibt. Zwar reelle Bemühungen aus der Stadtverwaltung Braunsbedra vorhanden sind solch ein Gesamtkonzept endlich auf den Weg zu bringen, dies aber schon wieder von anderen Akteuren, zu denen auch die IFV und die Stadt Mücheln gehören, schon wieder aus Eigeninteressen gegensteuern.