Planungs-Fiasko Seebrücke Braunsbedra

Baustand zum 31.03.2014. Foto JK.

Die komplizierten Arbeiten an der Seebrücke in Braunsbedra sind immer noch im Gange, zwischenzeitlich wurden Fundamente für die Stahlbetonträger gegossen. Arbeiten die so nicht nötig gewesen wären, wenn man wie in Mücheln die Arbeiten vor der Flutung umgesetzt hätte. Zudem wäre der Kostenrahmen deutlich niedriger. Die sogenannten komplizierten Arbeiten werden die schon hohen Kosten von 3,6 Millionen Euro noch einmal um einiges hochschnellen lassen und die Bauzeit verdoppeln.

 

Nachdem die Seebrücke eigentlich schon zu Jahresende 2013 fertig sein sollte, geht man heute von Ende Juli oder Anfang August aus. Im vergangenen Jahr hatte ein Gutachten ergeben, dass die Stahlbetonpfeiler, die knapp 15 Meter im Seeboden stecken, den künftigen Belastungen nicht standhalten könnten, worauf nachgebessert werden musste und sich der Zeitplan um 100% verschiebt. Es stell sich aber die Frage ob dies nicht alles im Vorfeld absehbar gewesen wäre? Man hat ja zuvor aufwendig das Gebiet bearbeitet und hätte die besonderen Bedingungen kennen und beachten müssen.

 

Für die Nachbesserungen mussten nun jeweils drei Löcher von oben durch die 28 Meter langen Betonteile und weiter in den darunter liegenden Boden hinein gebohrt werden, durch die dann Spezialbeton mit Hochdruck in die Hohlräume gepresst wurde. Insgesamt musste bei 27 von 31 Stützen auf diese Weise nachgebessert werden – wer ist hier für die erfolgreiche Planung im Vorfeld verantwortlich?