Regionales Denken und Handeln - aus Liebe zur Region!

Genau darum geht es bei der Entwicklung der Tourismusregion Geiseltal – dem Wasserturmland, als Region denken, handeln und genießen und nicht in kleinen Destinationen, wie ausschließlich auf dem Geiseltalsee ausgerichtet zu verfallen!

 

Nicht zuletzt durch die wiederholten Lebensmittelskandale ist das Interesse der Verbraucher an Regionalität und regionalen Produkten in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Regionale Produkte sind in der Verbraucherwahrnehmung vor allem frische Landwirtschaftsprodukte, bei denen die Nähe zwischen regionalen Anbietern und Konsumenten Transparenz und Vertrauen schafft. Festgelegte Regionen spielen dabei eine ganz wichtige Rolle, deren Grenzen aber offen sind.

 

Regionale landwirtschaftliche Produkte spielen heute auch im Tourismus eine immer stärker wirkende Rolle. Sie heben die Urlaubsqualität und schaffen eine direkte Verbindung zur Urlaubsregion. Zudem kann durch den gezielten Einsatz von Regionalprodukten unter den Tourismusakteuren der Absatz der Regionalprodukte stabilisiert werden und Geldströme verbleiben in der Region. Ein Faktor der heute leider noch viel zu wenig Beachtung findet.

 

Doch auch regionale Wirtschaftskreisläufe im Handwerk, eine lebendige Regionalkultur und soziale Initiativen für ein gemeinsames Engagement in den Regionen tragen zu einer nachhaltigen Entwicklung der Regionen bei. Durch den Erhalt und die Förderung regionalwirtschaftlicher Strukturen können Arbeitsplätze und somit Einkommen in einer Region gefestigt und unnötige Transporte vermieden werden.

 

Betrachtet man unter diesen Gesichtspunkten den Bau der Geiseltalseebrücke mit Kosten von Minimum 3,6 Millionen Euro, wovon zwar 3 Millionen durch Fördermittel finanziert wurden aber 600.000 Euro die Stadt Braunsbedra finanzieren musste. Der Auftrag ging an eine mecklenburgische Firma, damit verblieb kein Geld aus dem Bauvorhaben in der Region sondern 600.000 noch an Wirtschaftskraft der Region entzogen. Besser wäre es hier gewesen regional zu denken und ein Projekt umzusetzen bei dem die Fördermittel plus dem Eigenanteil, also hier 3,6 Millionen Euro an Wirtschaftskraft in der Region verblieben wären.

 

Mit regionalem Denken und Handeln kann auch gezielt der Entvölkerung der ländlichen Region, besonders auch unserer, ein kräftiges Zeichen dagegen gesetzt werden. Eine ausreichende Daseinsvorsorge und der soziale Zusammenhalt, tragen insbesondere in ländlichen Regionen dazu bei, die Lebensqualität zu sichern und Menschen Bleibeperspektiven zu geben. Wir müssen uns einfach unserer Regionalität und der Stärke daraus mehr bewusst werden!


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