Der Offene Brief gegen Fremdenabwehr am Raßnitz See im Wortlaut

Heute lag nun auch bei uns der Offene Brief des Herrn Eckl im Briefkasten – Raßnitz ist noch eines der weißen Löcher in Bezug auf Internet, aber die Brieftaube Deutsche Post funktioniert noch immer. Daher erst jetzt der Offene Brief gegen Fremdenabwehr am Raßnitz See im Wortlaut von Herrn Eckl.

 

Der Offene Brief im Wortlaut

 

Wir leben in unserem Landkreis und unseren Kommunen in einer der schönsten Gegenden von Sachsen-Anhalt. Neben der bekannten wirtschaftlichen Stärke haben wir herausragende Punkte in der Kultur vorzuweisen. Daneben bietet unsere Flora und Fauna sowie unsere Seengebiete und die Flussauen Ansatzpunkte für ein übergreifendes Tourismuskonzept, welches mittel- bis langfristig zusätzliche Einwohner anziehen und dazu neustrukturierte Arbeitsplätze schaffen kann.

 

Nur der Blick auf unsere Seen und deren kleine Unannehmlichkeiten ist zu eng geraten. Das gesamte Umfeld in Verbindung mit Kultur und Erholung ist ebenso zu berücksichtigen wie die zahlreichen Kulturdenkmäler, Fahrrad- und Wander-/Pilgerwege.

 

Diese Aufgabe und Herausforderung gilt für uns alle – insbesondere aber für Sie als mögliche Besetzung der neuen Landkreisführung.

 

Was aber nicht sein kann (Sie werden in den letzten Wochen über presse bzw. Fernsehen informiert sein): Fremdenabwehr!!!

 

Eine Gruppe des Ortschaftsrates Raßnitz der Gemeinde Schkopau schließt Einwohner und Besucher des Raßnitz Sees von der Zufahrt zum Parkplatz am See aus. Mit der öffentlichen Begründung “eine Beanspruchung des Sees durch ortsfremde ist nicht erwünscht“.

 

Der Gemeinderat ist bisher in diese weittragende Entscheidung nicht eingebunden; Bürgermeister Haufe kann sich nicht entscheiden, obwohl das Problem seit November 2013 diskutiert wird.

 

Ich bin der Meinung, dass die von uns allen (Steuerzahlern) finanzierten Einrichtungen auch von allen genutzt werden können (nach demokratisch abgestimmten regeln).

 

Eine FREMDENABWEHR sollten Sie wohl auch nicht tolerieren können.

 

 

 

Wilfried H. J. Eckl – Gemeinderat und Ortschaftsrat bis 30. Juni 2014

(Unterschriftensammlung und Internetaktivitäten sind initiiert)

 

Dieser Offene Brief wurde versendet an Herrn Bannert, Frau Eisenreich, Bürgermeister A. Haufe, Fraktionsvorsitzende des Gemeinderats, Mitteldeutsche Zeitung

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