Mehr Fragen als Antworten auf Presseanfragebeantwortung des Saalkreises

Erst nach einem Zeitraum von mehr als 3 Wochen unsererAnfrage an die Pressestelle des Saalekreises, in Bezug auf unsere Fragen (Link hier), erreichte uns nachfolgende vollkommen unbefriedigende Rückmeldung der Pressestelle des Saalekreises. Von unserer Seite wurde dann probiert über eine Woche die Pressestelle erneut zu erreichen um eine Klarstellung zu erhalten. Heute hatten wir diesbezüglich Erfolg, aber ein Gespräch zu dem zugemailten Text wurde aus Kompetenzgründen verweigert.

 

Hier nochmals der Link zu unseren Fragen

 

Nachfolgend der Text der Pressestelle des Saalekreises zu den Fragen:

 

„Bezug nehmend auf unser heutiges Telefonat entschuldige ich mich hiermit noch einmal für meine verspätete Reaktion, will Ihnen aber eine  Antwort auf Ihre Fragen nicht schuldig bleiben.

 

Der Geiseltalsee ist Teil einer Region, für die der Saale-Unstrut-Tourist e.V. die Koordinierung der touristischen Aktivitäten übernommen hat. Der Landkreis Saalekreis ist Mitglied im Saale-Unstrut-Tourist e. V. und steht damit auch in der Verantwortung, die touristische Entwicklung voranzutreiben. Der Landkreis hat sich deshalb gemeinsam mit den Anliegerkommunen des Geiseltalsees Braunsbedra, Mücheln und der Goethestadt Bad Lauchstädt das Ziel gesetzt, die Aktivitäten zur touristischen Weiterentwicklung und Vermarktung des Geiseltales zu bündeln. Einen langfristig strategischen Schwerpunkt bildet dabei die Herausarbeitung der Alleinstellungsmerkmale des Geiseltales und die Weiterentwicklung einer einheitlichen Dachmarke, in der sich möglichst alle Akteure wiederfinden. Mit der Schärfung des Profils der Alleinstellungsmerkmale und der Verständigung auf eine Dachmarke Geiseltalsee ergibt sich die Notwendigkeit der Entwicklung und Implementierung des neuen Corporate Designs für das Geiseltal. Insoweit geht die gemeinsame Aufgabenstellung des Saalekreises und der Anrainerkommunen an das Beratungsunternehmen BTE weit über das hinaus, was in der Marketing-Initiative www.geiseltalsee.de in Abstimmung mit dem Saale-Unstrut-Tourist e. V. erarbeitet wurde.

 

Da dieser Prozess gerade erst eigeleitet wurde, wäre es zu früh, jetzt schon Ergebnisse zu bewerten. Es ist vorgesehen, dass sich alle kommunal und wirtschaftlich Aktiven in diesen Prozess einbringen. 

 

Die Aufgabenstellung ist eingebettet in ein weiterreichendes Projekt zur touristischen Entwicklung des Geiseltales, das weiter die Überarbeitung des Masterplanes Geiseltal und die Erarbeitung eines Beschilderungskonzeptes für das Geiseltal beinhaltet.

 

 Ich hoffe, Ihnen damit vorerst geholfen zu haben.

 

 Mit freundlichen Grüßen

Dr. Kerstin Küpperbusch
Pressesprecherin“

 

 

 

Zuerst möchte die Redaktion feststellen, dass unsere an die Pressestelle gestellten Fragen, wie Sie als Leser feststellen konnten, gar nicht beantwortet wurden – Link zu unseren Fragen nochmals hier.

 

Nun aber direkt zum Schreiben der Pressestelle: Was heißt denn nun genau,  „Der Saale-Unstrut-Tourist e.V. (SUT) hat die Koordinierung der touristischen Aktivitäten für den Geiseltalsee übernommen?“ Ist er nun der Verantwortliche für die touristische Vermarktung des Geiseltalsees? Er hat ja dafür auch einen Touristischen Masterplan aufgelegt – aber allein für die Destination Geiseltalsee und nicht für das Geiseltaler Seengebiet! Dies hieße in der Konsequenz, dass alles um den Geiseltalsee brach liegen gelassen wird – was für eine touristische Verschwendung!

 

Zudem der SUT noch nicht mal für seine Kernkompetenz, die Täler der Unstrut und der Saale, wie erst letztens auf einer Veranstaltung zum Tourismus im Unstrut Tal festgestellt wurde, eine entsprechende Vermarktung sicherstellen kann. Der BET hat darauf verwiesen, dass der SUT dies personell gar nicht erfüllen kann, er sei chronisch unterbesetzt! Die Redaktion sieht dies nicht anders!

 

In dem Schreiben des Landkreis Saalekreis ist zu lesen, dass er „Mitglied im Saale-Unstrut-Tourist e. V. ist und damit auch in der Verantwortung stehe, die touristische Entwicklung voranzutreiben“ – nur deshalb? – Der SUT bezieht sich doch aber nur auf die Destination Geiseltalsee? Der Landkreis hat die Tourismusregion seines Kreisgebietes entsprechend zu unterstützen und nicht nur einzelne Destinationen, denn der Tourismus steht schon an zweiter Stelle der Wirtschaftskraft nach der Chemieindustrie, und verfügt über ein weit größeres Wachstumspotential als die Chemie.

 

Geht es nun um eine Dachmarke für das Geiseltal oder den Geiseltalsee? In der Ausschreibung für die Markenfindung des BTE  ist Geiseltal zu lesen. Jetzt steht laut Pressestelle des Saalekreises wieder die Findung einer „Dachmarke“ für den Geiseltalsee an. Erstens zur Dachmarkenfindung müssten ja mehrere Marken vorhanden sein, über denen dann die Dachmarke gesetzt wird! Nachzulesen in Wikipedia!  Andersherum gibt es die Dachmarke Saale-Unstrut Tourismus und seit neustem die Marke „NATÜRLICH Saale-Unstrut GEISELTALSEE“! Was soll da noch gefunden werden?

 

Auf geiseltalsee.de wird  „NATÜRLICH Saale-Unstrut GEISELTALSEE“, als neue Marke für den Geiseltalsee präsentiert und erklärt, dass mit Fördermitteln die Page geiseltalsee.de, ebenso der Messestand und die Rad- und Wanderkarten umgestaltet und angepasst wurden, obwohl die BTE vom Landkreis zu einer Markenfindung erst beauftragt wurde. Dies passt doch einfach nicht zusammen, da wurde gerade schon mit Fördermitteln das umgesetzt, was jetzt teuer nochmals erarbeitet werden soll!? Was läuft da ab, bzw. nicht ab im Landratsamt und was hat der Landrat nichtmehr unter Kontrolle?

 

Genau die selbe Situation zeigt sich bei der Entwicklung und Implementierung des neuen Corporate Designs für das Geiseltal – das neue Design ist doch aber schon von SUT festgelegt und von der Marketinginitiative geiseltalsee.de umgesetzt! Was soll da noch der Auftrag an die BTE?

 

Nun zum letzten Absatz, dort ist zu lesen: „Die Aufgabenstellung ist eingebettet in ein weiterreichendes Projekt zur touristischen Entwicklung des Geiseltales, das weiter die Überarbeitung des Masterplanes Geiseltal und die Erarbeitung eines Beschilderungskonzeptes für das Geiseltal beinhaltet.“

 

Von welchem Masterplan ist denn da genau die Rede? Spricht man von dem Masterplan Bergbaufolgelandschaft von 1998 und dessen Überarbeitung oder den von Saale-Unstrut-Tourist e.V. als Teilmasterplan Destination Geiseltalsee? Zudem wäre es hoch interessant und schon lange fällig, wie den flächenmässig die Tourismusregion Geiseltal überhaupt definiert werden soll. Denn solange dies nicht erfolgt, ist alles andere reine Makulatur! Zudem benötigt die Region nicht ständig neue Teilprojekte sondern ein Gesamtkonzept!

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