Nun doch ein touristisches Gesamtkonzept – zumindest für den Geiseltalsee?

 

Nach einigem hin und her rückte der Tourismusverband Saale-Unstrut doch mit einem touristischen Teilmasterplan heraus, der Gesamtmasterplan wird leider immer noch unter Verschluss gehalten, was sehr an Geheimpolitik erinnert und nicht nachvollziehbar ist. Der Teilmasterplan Geiseltalsee, der der Redaktion und den Lesern nun vorliegt (Link hier), umfasst den Landschaftsbereich um den Geiseltalsee mit den Städten Mücheln und Brausbedra und dem Weinberg Klobikau.

 

Sieht man sich den Teilmasterplan dann genauer an, erkennt man in diesem schon einen Gesamtmasterplan für die Region, hier ausschließlich für den Geiseltalsee, den es angeblich nicht gibt. Der Teilmasterplan stammt aus dem Sommer 2013, ist also relativ neu.

 

Sofort stellt sich einem die Frage, woher der Tourismusverband Saale-Unstrut sich erlaubt solch einen Masterplan für die Region, den Geiseltalsee zu erstellen, denn sieht man sich den Tourismusverband Saale-Unstrut genauer an, dann erkennt man riesen große Defizite, die er in seiner Kernregion schon seit Jahren aufweist. Die selben Fehler wieder zu machen steht einfach nicht an!

 

Mit der Organisationsform einer Arbeitsgemeinschaft Geiseltalsee als mitgliedschaftliche Organisation kommunaler Vertreter der Städte Bad Lauchstädt, Braunsbedra und Mücheln, in der jede Kommune eine Stimme hat und Beschlüsse einstimmig gefasst werden müssen, findet sich doch wieder genau die selbe uneffektive Struktur wie vorher wider, die seit Jahren keine brauchbaren Resultate erbrachte.

 

Der Redaktion stellt sich zudem die Frage, warum wurde dieser Teilmasterplan nicht schon längst anschaulich der Bevölkerung vermittelt und ausgelotet wurde, ob die Bürger der Region und die Akteure damit übereinstimmen, bzw. leben können. Normalerweise müsste der gesamte touristische Masterplan des Tourismusverbandes Saale-Unstrut auf dessen Internetseite veröffentlich sein und nicht als eine Geheimsache behandelt werden, die nur direkten zahlenden Mitgliedern überlassen wird. Die Bürger werden einfach nicht mitgenommen auf den Weg in eine Tourismusregion, so kann es einfach nicht weitergehen!

 

Zudem Kenner der Materie sich einig sind, dass der Geiseltalsee als einzelne Tourismusregion wirtschaftlich gar nicht tragfähig ist, hier eine deutlich flächenmässig größere Region angestrebt werden muss, wie auch die Stellvertretende Landrätin Verena Späthe eindeutig dazu Stellung bezieht. Nachzulesen hier.

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