Schnellschuss Baustellenführung Hafen Braunsbedra

Da der Druck auf die Stadt Braunsbedra nach der Fertigstellung der Seebrücke und der Äußerung des Braunsbedraer Bürgermeisters, dass diese erst 2016 der Bevölkerung zugänglich gemacht werden wird, enorm gewachsen ist, hat man den Schnellschuss Baustellenführung Hafen Braunsbedra losgelassen. Auf der Internetseite von Braunsbedra und in allen Medien war zu lesen, dass die drei ersten Führungen am 12. Sept. kostenfrei seien. Man konnte deutlich herauslesen, dass die weiteren angekündigten Baustellen-Führungen dann nur noch kostenpflichtig sein werden, zudem die GET diese übernimmt, wie neu bestätigt auf braunsbedra.de seit gestern zu lesen.

 

Scheinbar war dies noch nicht so in Sack und Tüten wie man es nach außen schon präsentiert€. Denn die zuständige Dame für Marketing und Kundenbetreuung gab schon einen Tag vor dem Start Freude ausdrückend bekannt, dass alle weiteren Führungen nun 2,50 Euro kosten werden. Als der Bürgermeister darauf angesprochen wurde, blankes Entsetzen, woher denn diese Information stammen würde.

 

Man kann dies verstehen, denn scheinbar erst durch das Aufmerksam machen, dass eine gewerbliche Nutzung des immer noch unter Baurecht stehenden Geländes nicht rechtsmässig sei, scheint man bei der Stadt Braunsbedra doch berechtigte Zweifel an der Aktion bekommen zu haben, die Baustellenführungen ab jetzt wie angekündigt nur noch kostenpflichtig anzubieten. Denn was der Bürgermeister Schmitz bei seiner ersten Führung dazu äusserte; hört sich ganz anders an. Denn nun soll die Stad Braunsbedra die Führungen kostenfrei durchführen und die GET nur im Notfall bei großer Nachfrage zum Einsatz kommen, deren Leistung müssten dann die Nutzer bezahlen. Man merkt wie man da ins Schwanken gekommen ist und ordentlich rudert.

 

Einen Schnellschuss zeigt sich auch deutlich in der Durchführung der sogenannten Baustellenführung, die eigentlich nichts anderes darstellt als die Begehung und Besichtigung der Seebrücke, die ja bekanntermaßen schon fertiggestellt ist (daher keine Baustelle-oder?). Es wurde zwar darauf verwiesen festes Schuhwerk mitzubringen, dass man aber eine abschüssige grasbewachsene Fläche bewältigen musste, die durch den Regen extremrutschig wurde, war nicht bedacht, aber voraussehbar. Man hätte, wie von der Redaktion vorgeschlagen diesen Bereich, der dann auf die alte Werkstrasse mündet, entsprechend mit Schotter herrichten können, zudem man diese Führungen ja nun regelmäßig anbieten wird.

 

Die sogenannte Baustellenführung nutze übrigens den gleichen Weg, den die Redaktion als dauerhaften provisorischen Zugang zur Seebrücke gegenüber der Stadt Braunsbedra vorgeschlagen hat, damit einfach die fertige Seebrücke jetzt schon genutzt werden kann. Sollte dies wegen den Bauarbeiten nicht die ganze Woche über möglich sein, dann doch nach Feierabend und an den Wochenenden. Aber natürlich ohne eine Wege- Baustellenführungs-Maut von 2,50 Euro!

 

Bei der Führung wurden zwar Sicherheitswesten verteilt, aber darauf geachtet, dass die Gruppe auf der Baustelle zusammenbleibt, wurde nicht! Die 20 Personen verteilten sich über die gesamte Baustelle – ob da überhaupt eine Versicherung einspringt, wenn was passiert?